24.12.2020

Die Rauhnächte - ein Selbstversuch Teil 4

Heiligabend! Heute Nacht ist es soweit, die Rauhnächte starten. Als letzte Vorbereitung geht es heute um Orakel und Weissagungen.

Ein weiterer wichtiger Brauch bei den Räunächten ist das Orakeln und Weissagen. Hier gibt es nun ganz unterschiedliche Möglichkeiten.
Ich werde ein Tarot-Set verwenden. Damit habe ich mich noch nicht ausgiebig beschäftigt. Es gibt zu dem Kartenset ein Buch, so dass ich die jeweilige Karte hoffentlich gut deuten kann! Sie können eine Karte zum Anfang ziehen, die dann für die gesamte Zeit der Rauhnächte steht. Hierzu mehr später, wenn um ein Anfangsritual geht. Wenn Sie dann an jeder Rauhnacht jeweils eine Karte ziehen, dann steht diese Karte für den entsprechenden Monat, der zu der Rauhnacht gehört. Nehmen Sie die Deutungen, die in den Büchern stehen bitte nicht wörtlich. Wenn Sie ein wenig in sich hereinhören, werden Sie verstehen, was Ihnen die Bedeutung Ihrer Karte sagen möchte. Die Deutung dient lediglich als Hinweis auf eine Richtung, die für Sie wichtig sein könnte.
Den nächsten Vorschlag werden Sie vermutlich bereits kennen, das Blei-Gießen an Silvester. Mit Blei zu gießen ist inzwischen verboten, weshalb es im Handel Wachs-Gießen gibt. Mir gefällt das Gießen mit Wachs deutlich besser, probieren Sie es aus! Entscheidend ist hier, was der Schatten des gegossenen Wachses darstellt. Kinder haben da oft eine erstaunliche Fantasie!

Wenn Sie mögen, eröffnen Sie heute Abend die Rauhnächte mit einem eigenen Ritual. Ich werde es so machen:
Ich suche meinen vorher ausgesuchten Platz auf und habe auch meine Tarotkarten und mein Tagebuch dabei. Für dieses Ritual nehme ich das komplette Set. Dann zünde ich eine Kerze an, betrachte sie eine Weile, schließe dann die Augen und komme zur Ruhe. Vielleicht finde ich in der Ruhe die zwölf Fragen, zu denen ich gerne in den Rauhnächten eine Antwort hätte, oder auch einen Wunsch, den ich mir selbst während der Rauhnächte erfüllen möchte. Dann ziehe ich noch die Tarotkarte für die nächsten 12 Nächte, mache eine Abschlussgeste, die ich aus dem Reiki kenne (hier geht auch jede beliebige Geste, ein Ton oder Gong). Damit beginnen für mich die Rauhnächte offiziell. Dann bedanke ich mich bei den Kräften, Geistern und Wesen, die mich während dieser Zeit begleiten und nehme noch einmal das Licht der Kerze in mich auf und puste sie schließlich aus.

Wer sich mit Krafttieren auskennt, kann als Begleitung für die Rauhnächte noch um ein Krafttier bitten. Apropos Tiere, da die Tore zur Anderswelt nun geöffnet sind, soll es für besonders empfindsame Menschen möglich sein, mit den Tieren zu "sprechen". Die Kommunikation mit Tieren ist nicht neu, es lohnt sich, das einmal in dieser Zeit auszuprobieren. Gehen Sie raus, in den Wald oder in den Park und hören Sie zu! Besonders in den Rauhnächten können Sie den Tieren etwas Futter draußen hinlegen. Sie werden es Ihnen danken.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien einen schönen Heiligabend, der für manche vielleicht einsamer ist als es sonst der Fall ist. Versuchen Sie auch aus dieser herausfordernden Zeit etwas Positives zu sehen und machen Sie es sich besonders schön! Vielleicht entwickelt sich daraus ein ganz neues, schönes Weihnachts-Ritual.

Heute Nacht starten die Rauhnächte, durch die ich Sie auch in den nächsten Tagen begleiten werde.

Den Anfang der Rauhnächte-Serie finden Sie HIER.

Hier geht es weiter mit der ERSTEN RAUHNACHT

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