21.12.2020

Die Rauhnächte - Ein Selbstversuch

Begleiten Sie mich durch die 12 Rauhnächte! Ich zeige Ihnen, wie Sie alte Rituale, Bräuche und Mythen in der heutigen Zeit so nutzen oder ändern können, dass die Rauhnächte am Ende ein echter Gewinn für Sie sein können. Seien Sie neugierig!

Bestimmt ist Ihnen schon einmal das Wort "Rauhnächte" über den Weg gelaufen. Mich haben die alten Bräuche, Rituale und Weissagungen schon vor einiger Zeit angesprochen. Ich habe dann angefangen zu recherchieren. Manches hat mir gefallen, anderes eher abgeschreckt. Als hochsensibler Mensch konnte ich mir zum Beispiel gar nicht vorstellen, dass ich unser Haus ausräuchere. In diesem Jahr habe ich nun beschlossen, es mal mit einer eigenen Variante zu versuchen. Und ich möchte Sie einladen, mir hier auf dem Blog auf meinem Weg durch die Rauhnächte zu folgen und vielleicht haben Sie ja auch spontan Lust bekommen, es auch einmal zu versuchen!

Was genau sind eigentlich die Rauhnächte? Die Rauhnächte bezeichnen die 12 Nächte zwischen dem 25. Dezember und 6. Januar. Manche Quellen nennen auch den 21.12. als Startnacht für die Rauhnächte. Für mich starten die eigentlichen Rauhnächte am 25.12. Den 21.12. nutze ich quasi als Bonus, als Vorbereitung. Warum ausgerechnet diese Nächte? Unser Kalender bezieht sich darauf, wie lange es dauert, bis die Erde um die Sonne gewandert ist. Das war nicht immer so. Davor richtete sich der Kalender ausschließlich nach dem Mond. Allerdings ist ein Mondjahr kürzer als ein Sonnenjahr, und zwar genau um 12 Nächte. Als dann der Sonnenkalender von den Ägyptern eingeführt wurde, wurden die fehlenden 12 Nächte einfach angehängt. Diese 12 Nächte fallen zusätzlich in eine sehr dunkle Jahreszeit, die Sonne zeigt sich nur sehr kurz. Also kamen die Menschen in dieser kalten und dunklen Zeit besonders gern eng zusammen. Die Arbeit ruhte meist, da es eh nicht möglich war aufgrund von Schnee, Kälte und Dunkelheit zu arbeiten. So entstanden reichlich Bräuche, Rituale und Mythen rund um die Rauhnächte. Und dabei geht es gerade heute nämlich eigentlich: zur Ruhe kommen, Zeit für sich und die Familie haben, zu reflektieren, sich quasi zu reinigen und frisch und neu gestärkt ins neue Jahr gehen zu können. Also ein Selbst-Coaching? Wir werden sehen!
Der Name Rauhnächte soll übrigens nichts damit zu tun haben, dass die Witterung um diese Jahreszeit "rauh" ist. Er kommt von "Rauch". Das wiederum hat vielleicht etwas mit Räuchern zu tun. Im süddeutschen Raum steht "Rauch" in diesem Zusammenhang mit den sogenannten Perchten, gruselige Gestalten, die in den Rauhnächten ihr Unheil treiben. Noch heute gibt es Gegenden, in denen die Menschen am 6.1. als Perchten verkleidet vertrieben werden.

Bis es in der Nacht vom 24. auf den 25.12. los geht, werde ich in den nächsten Tagen mehr über die Bräuche, Rituale und Mythen schreiben, die es rund um die Rauhnächte gibt.

Da heute der 21.12. ist, starte ich also heute mit den Vorbereitungen. Zum Beispiel habe ich mich entschieden, den Brauch der 13 Wünsche zu verwenden. Dafür habe ich 13 Wünsche für das neue Jahr auf gleich große Zettel geschrieben. Diese habe ich dann etwa gleichartig gefaltet. In jeder Rauhnacht werde ich dann jeweils einen Zettel ziehen, ihn ohne ihn mir anzusehen draußen verbrennen und ihn der Erde übergeben. Damit übergebe ich meine Wünsche dem Universum. Der 13. Zettel ist am Ende quasi übrig. Ihn werde ich am 6.1. entfalten und lesen. Das ist dann der Wunsch, den nur ich erfüllen kann.
Mir gefällt dieser Brauch vor allem, weil ich mich hier zunächst mit meinen eigenen Wünschen auseinandersetzen muss. Damit beginne ich eine erste Reflexion: was ist mir wichtig, was fehlt mir noch im Leben?

Jetzt wünsche ich mir, dass ich Sie neugierig gemacht habe und Sie Lust haben, mich durch die Rauhnächte zu begleiten! Morgen gibt es dann den nächsten Teil!
Klicken Sie HIER, um den zweiten Teil zu lesen!

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